Wird Ihre Praxis von ChatGPT & Co. empfohlen?
So finden Sie es in 5 Minuten heraus

Immer mehr Patientinnen und Patienten fragen nicht mehr Google, sondern ChatGPT, Perplexity oder Gemini nach einer guten Arztpraxis in ihrer Nähe. Wer als Praxis oder Klinik in diesen Antworten nicht auftaucht, verliert Sichtbarkeit – oft ohne es zu merken. Ein einfacher Selbsttest zeigt Ihnen, wo Sie stehen.

Arztpraxis Empfehlung bei ChatGPT und KI-Suchmaschinen testen

Die Suche hat sich verändert – und viele Praxen merken es noch nicht

Über Jahrzehnte war die Formel einfach: Wer bei Google auf Seite eins stand, wurde gefunden. Diese Regel gilt zwar weiterhin, sie ist aber nicht mehr die einzige.

Immer mehr Menschen stellen ihre Fragen direkt an KI-Systeme – „Welcher Hautarzt in [Ort] hat gute Bewertungen und kurze Wartezeiten?“ oder „Empfiehl mir einen Kieferorthopäden für mein Kind in der Nähe von [Stadt]“. Das Ergebnis ist keine Liste von zehn blauen Links mehr, sondern eine einzige, direkte Empfehlung.

Für Praxen bedeutet das:

Es reicht nicht mehr, „gefunden“ zu werden. Man muss von der KI ausgewählt werden. Und das folgt anderen Regeln als klassisches SEO.

Der 5-Minuten-Selbsttest

Bevor wir über Lösungen sprechen, machen Sie sich selbst ein Bild. Öffnen Sie ChatGPT, Perplexity oder Google Gemini und stellen Sie folgende Fragen – so, wie es ein Patient tun würde.

Geben Sie folgende Prompts in der jeweiligen KI ein:

				
					Guter [Ihre Fachrichtung] in [Ihre Stadt], welche Praxis würdest du empfehlen?
				
			
				
					Welche Arztpraxis in [Ihre Region] hat besonders gute Patientenbewertungen?
				
			
				
					Ich suche einen Facharzt für [Ihr Fachgebiet] in der Nähe von [Ihr Ort], was findest / empfiehlst du?
				
			
				
					Was zeichnet die Praxis [Ihr Praxisname] aus?
				
			

Notieren Sie sich ehrlich:

  • Taucht Ihre Praxis überhaupt auf?
  • Stimmen die genannten Informationen (Adresse, Leistungen, Öffnungszeiten)?
  • Werden andere Praxen aus Ihrer Region bevorzugt genannt – und wenn ja, warum wohl?

Wenn Sie in mehreren Fällen nicht erscheinen oder die Angaben veraltet sind, ist das kein Grund zur Sorge, sondern ein guter Ausgangspunkt. Die meisten Praxen stehen aktuell an genau diesem Punkt.

Warum Praxen in KI-Antworten häufig fehlen

Aus der praktischen Arbeit mit Arztpraxen und Kliniken lassen sich einige wiederkehrende Gründe erkennen:

1. Fehlende oder widersprüchliche Grunddaten

KI-Systeme stützen sich stark auf strukturierte, konsistente Informationen: Name, Adresse, Telefonnummer, Öffnungszeiten, Leistungsspektrum. Wenn diese Angaben auf der Webseite, bei Google Business, in Branchenverzeichnissen und auf Bewertungsportalen voneinander abweichen, entsteht Unsicherheit – und Unsicherheit führt dazu, dass ein System eine Praxis eher nicht empfiehlt.

2. Inhalte, die nicht „maschinenlesbar“ aufbereitet sind

Eine Webseite kann für Menschen ansprechend gestaltet sein und trotzdem für KI-Systeme schwer auswertbar. Strukturierte Daten (Schema-Markup), klar formulierte FAQ-Bereiche und eindeutige Leistungsbeschreibungen helfen KI-Systemen, Inhalte korrekt einzuordnen und zu zitieren.

3. Zu wenig belastbare Vertrauenssignale

Autorenschaft, fachliche Qualifikationen, Praxiserfahrung und Referenzen – das, was man im Fachjargon „E-E-A-T“ nennt (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness) – spielt für KI-Systeme eine zunehmend große Rolle bei der Auswahl vertrauenswürdiger Quellen. Eine Webseite ohne erkennbare fachliche Absenderschaft hat es schwerer.

4. Zu wenige oder unstrukturierte Patientenbewertungen

Bewertungen sind für KI-Systeme ein wichtiges Signal für Qualität und Vertrauenswürdigkeit – vorausgesetzt, sie sind aktuell, glaubwürdig und in ausreichender Zahl vorhanden. Wer seine Bewertungen nicht aktiv pflegt, wird hier schlechter eingeordnet.

5. Keine klare thematische Autorität

Praxen, die zu ihrem Fachgebiet regelmäßig fundierte, patientenverständliche Inhalte veröffentlichen, werden von KI-Systemen eher als relevante Quelle wahrgenommen als Webseiten, die nur aus einer statischen Leistungsübersicht bestehen.

Was Sie schon jetzt selbst tun können

Auch ohne größeres Projekt lassen sich erste, spürbare Verbesserungen erzielen:

  • Daten vereinheitlichen: Prüfen Sie, ob Name, Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten auf Ihrer Webseite, bei Google Business und in wichtigen Verzeichnissen exakt übereinstimmen.
  • FAQ-Bereich ergänzen: Beantworten Sie auf Ihrer Webseite die Fragen, die Patienten Ihnen tatsächlich am Telefon oder im Wartezimmer stellen – klar und in einfacher Sprache.
  • Fachliche Absenderschaft sichtbar machen: Zeigen Sie Qualifikationen, Werdegang und Spezialisierungen der behandelnden Ärztinnen und Ärzte deutlich auf der Webseite.
  • Bewertungsmanagement aktiv betreiben: Bitten Sie zufriedene Patienten aktiv und rechtssicher um eine Bewertung – regelmäßig, nicht nur gelegentlich.
  • Inhalte statt nur Leistungen: Ergänzen Sie Ihre Leistungsseiten um erklärende, patientenorientierte Inhalte zu häufigen Behandlungen, Abläufen und Fragen.

Der Unterschied zwischen „gefunden werden" und „empfohlen werden"

Klassische Suchmaschinenoptimierung bleibt wichtig – sie ist weiterhin die Basis, auf der auch KI-Systeme aufbauen. Doch wer heute in KI-gestützten Suchanfragen empfohlen werden möchte, muss einen Schritt weitergehen: von reiner Auffindbarkeit hin zu nachvollziehbarer, strukturierter und vertrauenswürdiger Information. Man spricht hier zunehmend von GEO – Generative Engine Optimization – der Optimierung von Inhalten speziell für generative KI-Systeme, in Ergänzung zur klassischen SEO.

Häufige Fragen und Antworten

KI-Suchmaschinen empfehlen Arztpraxen, deren Daten im Netz konsistent, strukturiert und vertrauenswürdig hinterlegt sind. Die Sprachmodelle greifen dabei auf etablierte Ärzteportale, strukturierte Firmendaten (Schema.org), Google-Profile sowie konsistente Patientenbewertungen und Fachinhalte zu, um logische Empfehlungen für regionale Anfragen zu generieren.

Öffnen Sie ein KI-Tool wie ChatGPT, Gemini, Claude oder Perplexity und geben Sie spezifische Prompts ein, die ein Patient nutzen würde (z. B. „Welche Praxis für [Fachrichtung] in [Stadt] ist auf [Behandlung] spezialisiert und wird empfohlen?“). Prüfen Sie anschließend, ob Ihre Praxis genannt wird, welche Begründung die KI liefert und auf welche Online-Quellen sie sich beruft.

Klassisches SEO optimiert eine Praxis-Website für Keywords und Rankings in den Trefferlisten von Suchmaschinen wie Google.

GEO (Generative Engine Optimization) optimiert die digitale Gesamtpräsenz der Praxis so, dass KI-Modelle die Praxis als führende Entität und Expertenquelle erkennen, verstehen und in ihren synthetisierten Antworten direkt als Empfehlung nennen.

Wenn eine KI falsche Informationen liefert oder die Praxis ignoriert, liegt das meist an fehlenden oder widersprüchlichen Daten im Netz. Die Lösung ist eine Bereinigung der externen Übersichten (z. B. Vereinsverzeichnisse, Google my Business, etc.), Verzeichnis- und Portal-Einträge (NAP-Daten), die Implementierung von strukturierten Daten (Schema.org) auf der Website sowie der gezielte Auf- und Ausbau von Experten-Content und Reputationsmanagement.

Fazit

Der 5-Minuten-Test zeigt Ihnen ehrlich, wo Ihre Praxis heute steht – und das ist wertvoll, auch wenn das Ergebnis zunächst ernüchtern mag. Entscheidend ist, jetzt die richtigen Weichen zu stellen, bevor der Wettbewerb es tut.

Praxen, die frühzeitig in konsistente Daten, fachlich fundierte Inhalte und aktives Bewertungsmanagement investieren, verschaffen sich einen Vorsprung, der sich in den kommenden Jahren zunehmend auszahlen wird.

Sie möchten wissen, wie Ihre Praxis aktuell in KI-Suchanfragen abschneidet und welche konkreten Schritte für Sie sinnvoll sind?

In einem kostenfreien Erstgespräch schauen wir uns das gemeinsam an.