Ein Ankertext ist ein anklickbarer Text, welcher auf eine andere URL verweist. Hierbei ist es unerheblich, ob die Zieladresse innerhalb der gleichen oder einer anderen Domain liegt. Oft wird auch die Bezeichnung Link-Text oder Verweistext genutzt. Erfahren Sie mehr über die Anwendung und Optimierung von Linktexten.

Ankertexte

Wofür ist ein Ankertext vorhanden?

Ankertexte werden dafür genutzt, um dem User eine Art Vorschau zu geben, welche Informationen auf auf dem jeweiligen Ziel auffindbar ist. Hierfür gibt es unterschiedliche Aspekte, welchen Sinn der jeweilige Link ergeben soll:

  • Eindeutige Hinweise für den User (z. B. die 10 Besten Tipps für einen guten SEO-Text)
  • Navigation zu wichtigen Themen
  • Führung der User durch die Themen (z. B. Aktuelle Nachrichten)

Wichtig ist, dass die Linktexte auch natürlich und selbsterklärend sind, denn nur gute Texte helfen den Usern auch weiter. Genau diesen Grundsatz beinhaltet auch der Google-Leitfaden für Suchmaschinenoptimierung:

Je besser der Ankertext ist, desto einfacher fällt den Nutzern die Navigation und desto besser versteht Google, wovon die Seite, auf die verlinkt wird, handelt.

Leitfaden Google zur Suchmaschinenoptimierung)

Welche Unterschiede gibt es bei den Linktexten?

Es gibt 2 unterschiedliche Arten von Linktexten:

  1. interne Linktexte mit dem Ziel innerhalb einer Domain
  2. exteren Linktexte für eine fremde URL

Allerdings werden noch andere Arten im Bereich der Suchmaschinenoptimierung eingesetzt:

  1. Domainnamen (z. B. wm-onlinemarketing.de)
  2. Brandlinks (z. B. Google)
  3. Kombinationen aus Domainnamen und Brandlinks
  4. Nicht sprechende Links (z. B. „weitere Infos“)

Früher hat man sehr viel Brandnamen und sogenannte Money-Keywords genutzt – oft relativ wahllos. Dies führte dazu, dass von Suchmaschinen auch Maßnahmen ergriffen wurden, welche eine unnatürliche Anhäufung entsprechend aufspüren und erkennen können. Ist dies der Fall, so können sich Links auch negativ auswirken. Zudem wird auch die Vertrauenswürdigkeit bei der Einschätzung der Links berücksichtigt – je vertrauenwürdiger der Empfehlungsgeber ist, desto vertrauenswürdiger wird die Zielseite eingeschätzt.

Achten Sie bei Ihren Ankertexten darauf, dass die Links Ihren Usern auch einen Mehrwert bieten.

Weniger ist oft mehr - nicht die Menge, sondern die Qualität ist wichtig

Gibt es do´s und dont´s?

Achten Sie grundsätzlich darauf, das Ihre Link natürlich sind. Suchmaschinen sind mittlerweile sehr gut darin, unnatürliche oder gekaufte Links zu erkennen. Achten Sie auf folgende Punkte:

  • Sparsamer Einsatz von Money-Keywords
  • Sinnvolle User-Navigation
  • Gesundes Verhältnis von Brandname und Domainname
  • Beachten Sie auf jeden Fall die Google Regeln für gesponserte Inhalte oder gekaufte Links

Ein Link von einer guten und vertrauenswürdigen Seite bringt Ihnen mehr als 1000 von dubiosen Seiten

Nicht nur eingehende Links werden bewertet - auch ausgehende! Nur ein guter Tipp ist auch etwas wert!

Worauf sollte ich bei externe Links achten?

Eingehende und ausgehende Externe Linktexte sind wichtige Bestandteile einer SEO-Arbeit. Hier können Sie einen Linktext mit dem täglichen Leben vergleichen. Ein Link ist wie eine Empfehlung – je besser, desto wertvoller.  Überprüfen Sie Ihre ein- und ausgehenden Ankertexte auf folgende Punkte:

  • Context & Zusammenhang – verweisende und Zielseite sollten thematisch zusammenpassen
  • Wichtige Keywords immer möglichst weit vorne im Text
  • Direkte Links sind wertvoller als Weiterleitungen
  • Backlinks müssen zu Traffic-Seiten führen – sonst könnten sie negativ gewertet werden
  • Lieber nur ein Link pro Seite / Beitrag – weniger ist mehr!
  • Nutzen Sie trafficreichere Keywords statt bedeutungslose
  • Überprüfen Sie Ihre eingehenden Links, ob diese auch richtig verweisen und welche Linktexte jeweils hinterlegt sind.

Nehmen Sie eventuell mit externen Seitenbetreibern Kontakt auf, so dass Sie eventuell hier die Linkstruktur verbessern können. Ebenso können Sie Ihre Mitbewerber auswerten, ob eventuelle kaputte Links vorhanden sind (sogenannte Broken Links) – ab und zu ergibt sich hier eine positive Nebenwirkung.

Worauf sollte ich bei meinen internen Links achten?

Bei den internen Links gilt grundsätzlich alles, was auch für die externen Links gilt (allerdings gibt es auch ein Paar Abweichungen). Beachten Sie folgene Tipps:

  • Ihre wichtigste Seite sollte am stärksten Verlinkt sein (vergessen Sie hierbei nicht die Datenschutzerklärung und das Impressum)
  • Verlinken sind thematisch zusammenhängende Themen
  • Nutzen Sie Keywords und vermeiden Sie Brand- und Domainlinks
  • Achten Sie darauf, dass jede Verweisseite auf die Zielseite Wertigkeit übergibt
  • Achten Sie auch auf eine klare, möglichst flache Struktur
  • Vermeiden Sie Floskeln wie „hier“, „weiterlesen“, etc. – definieren Sie lieber klar und deutlich den Link und die zu erwartende Information (z. B. statt „weiter lesen“ lieber „mehr über unser Monatsangebot“)

Kann ich meine Links auch beeinflussen?

Es gibt Anwendungsfälle, in denen ist ein Link zwar sinnvoll – aber man will vermeiden, dass Suchmaschinen dieser Empfehlung folgen. Daher kann man Link mit „nofollow“ oder kennzeichnen. Wird der Link nicht definiert, so bedeutet dies, dass die Suchmaschine ihn als „do-follow“ betrachet.

Diese Kennzeichnung macht für Suchmaschinen einen großen Unterschied – allerdings werden sie oft auch als Hinweise statt als Anweisung betrachtet. Da in der Praxis auch „bezahlte“ oder „gesponserte Links“ vorhanden sind, so können diese auch entsprechend gekennzeichnet werden:

  • Sponsored – hier teilt man Google bewußt mit, dass es eine Vereinbarung zwischen Verweisseite und der Zielseite gibt
  • User generated Conten (UGC) – hier wird Google mitgeteilt, dass der gesamte Inhalt der jeweilige Seite von Nutzern plaziert wurde (z. B. in Foren)

 

Wirken sich Ankertexte auf meine SEO aus?

Ja. Hierfür gibt es 2 wichtige Gründe:

1.) Gute Ankertexte helfen Usern – hierdurch wird die Nutzerzufriedenheit verbessert. Je besser die Nutzerzufriedenheit, desto besser wird Ihre Webseite von den Suchmaschinen eingewertet

2.) Je besser die Ankertexte sind, desto besser kann die Zielseite verstanden werden. Dies ist mittlerweile sehr wichtig, da Google & Co. mittlerweile sehr viel im Bereich der Linguistik versteht und interprieren kann. Es geht nicht mehr um Keywords – es geht darum, dass User Bedürfnisse haben bzw. Lösungen suchen. Jeder User hat einen Grund, warum er Google etc. nutzt.