Wer sich im Bereich der Suchmaschinenoptimierung bewegt, der hört den Begriff relativ häufig:

Suchintention

Was hat es eigentlich auf sich? Warum ist es wichtig, diesen Punkt zu verstehen? Erfahren Sie jetzt mehr über einer der wichtigsten Punkte, welchen Sie verstehen sollten, wenn Sie Ihre Webseite verbessern wollen.

Grundsätzlich wird die Absicht hinter der Suche mit Suchintenetion bezeichnet, welche User mit ihren Anfragen in der Google-Suchleiste haben. Die Such-Intention der Nutzer wird auch als User-Intention bezeichnet. Hierbei unterscheidet Google verschiedene Arten von Suchanfragen:

  • Will der Suchende etwas wissen (Know)?
  • Ist eine Ausführung bzw.  Aktion das Ziel der Suche (Do)?
  • Wird eine bestimmte Webseite gesucht (Website)?
  • Wird ein physikalischer Standort gesucht (Visit-in-person)?
  • Ist die Suche eine Mischung der vorangehenden Intentionen (Multi-Intent)?

Wie werden Suchintentionen definiert?

Grundsätzlich ist die richtige Einschätzung der Suchintention die Grundlage jeglicher Verbesserungen. Sie sind kein Rankingfaktor oder Trend – vielmehr die Grundvoraussetzung für eine sinnvolle und erfolgreiche SEO-Tätigkeit. Hierbei meine ich

Ständig

Ehrlich

Optimieren

Grundsätzliche Informationen zur Einstufung von Suchintentionen liefern folgende Quellen:

Die Grundeinstufungen der Suchintentionen sind:

informational

Ich suche eine Information

Typische Fragen:
Was ist x oder y?
Wie lange…..
Welches …..

navigational

Ich suche einen Weg / Adresse, etc.

Typische Fragen:
Wie komme ich zu x oder y?
Wo….
Wohin….
Wer….

transactional (bzw. commercial)

Ich will einen Kauf / Buchung vornehmen

Wo bekomme ich x oder y?
bestellen / kaufen
reservieren
etc.

Im Laufe der letzten Jahre wurden diese 3 Grundeinstufungen genauer differenziert und verfeinert:

Know

Ein Nutzer will „mehr über etwas erfahren“

Go

User haben den Wunsch einen physikalischen Standort  zu finden.

Buy

Der Nutzer will etwas „bestellen oder kaufen“

Do

User haben den Wunsch „ein Ziel zu erreichen oder eine Aktivität (auf dem Mobiltelefon) auszuführen.

Visit-in-person Suchen

Hierbei handelt es sich um Suchen, welche sehr stark standortbezogen sind (z. B. nächster Geldautomaten, Restaurants, Tankstellen, Pizzaservice, Ärzte, etc.)

Website Suchen

Der Nutzer will eine speziefische  Website oder eine Unterseite ansteuern bzw. finden. 

Multiple User Intent Suchen

Suchanfragen können verschiedene Suchintentionen besitzen.

Überlegen Sie, was Ihre Kunden wünschen!

Nur wer weiß, was seine Kunden wünschen, wird die Nutzerintention auch befriedigen können.

Warum ist es wichtig, die Suchintention zu verstehen?

Grundsätzlich muss man verstehen, dass Suchmaschinen möglichst hochwertige Suchergebnisse liefern müssen. Ohne gute und hochwertige Ergebnisse werden Suchmaschinen keine Anzeigen in den Suchergebnisseiten präsentieren können – und das ist ein Löwenanteil der Einnahmen. Werden die Sucheregebnisse schlechter, so schwindet die Nutzung und Akzeptanz der Kunden – sprich, Google wird auch wesentlich weniger für die Anzeigen erhalten.

Abgesehen hiervon gibt es noch einen 2. Punkt, der wichtig ist:

Stand heute zeigt Google maximal 10 organische und bis zu 7 kommerzielle Ergebnisse pro Seite an. Die erste Seite ist die am häufigsten genutzte Seite – fast kein User schaut sich die Seite 2 an. Würden jetzt hier schlechte Ergebnisse auftauchen (auch nur gefühlt), so würden die User sich Alternativen suchen.

Daher ist es für Google super interessant, dass Ergebnisse angezeigt werden, welche mit der größten Wahrscheinlichkeit die Fragen / Antworten bzw. Informationen des Suchenden beinhalten, so dass deren Wunsch nach Information bzw. Aktion erfüllt wird.

Wer die Suchintention der User nicht erfüllt, wird im Bereich SEO keinen Erfolg haben

Warum sollte ich mir zur Suchintention Gedanken machen?

Je mehr und je besser Ihre gewünschte Zielgruppe ansprechen, desto größer wird die Akzeptanz Ihrer Information sein. Wenn Sie wissen, was Ihre User wünschen, dann können Sie diese auch besser glücklicher machen.

Oft ist es so, dass User nach einer bestimmten Lösung von einem Problem oder ähnlichen suchen – und über einen Ratgeber, Reisebericht, Testbericht, etc. auf eine Lösung / Produkt / Dienstleistung aufmerksam werden. Und hier wird dann schnell von einer navigationalen Suche eine transaktionelle Suche.

Viele Suchen beginnen mit der Suche nach Information - und enden in einer Transaktion

Was ist mit Suchen, welche nicht klar abgrenzbar sind?

Nicht bei jeder Suchanfrage kann die Suchanfrage klar als Transaktional, Informationell oder Navigational eingeordnet werden. Die oberen Studien sind auch schon ein Paar Tage älter.

In den letzten Jahren hat sich aber hier sehr viel verändert und weiter entwickelt. Google ist wesentlich besser in der Erkennung der Nutzerintentin geworden. Hierfür ist die Verbreitung und Datengewinnung über die Android-Betriebssysteme und den Chrome-Browser mit verantwortlich. Hierdurch kann Google auf eine Vielzahl an Daten zurück greifen, welche sich aus Suchbegriff und anschließender Aktion (z. B. Bewegung, Anruf, etc.) zusammen setzt.

Häufig sind Suchanfragen eine Mischung aus verschiedenen Absichten – daher werden sie als „Mulit-Intent-Suchen“ bezeichnet.

Wie stuft Google ein, ob ich die Suchintention erfüllt habe?

Google hat mehrere Möglichkeiten zu prüfen, ob Sie Ihrem Nutzer die gewünschte Information liefern:

  • Crawlen des Inhaltes
  • Die Klickrate zu Ihrer Seite im Vergleich zu den Mitbewerbern
  • Die Back-to-Serp-Rate (sprich, geht der User zurück auf das Suchergebnis und nimmt er das nächste Suchergebnis?)
  • Gibt es Short-Klicks (auch als Pogo-Sticking bezeichnet)? Sehr kurze Verweildauern sind häufig sehr schlechte Signale

User Intent vs. Search Intent

  • User Intent (=Nutzerintention) ist die ursprüngliche Motiviation des Suchenenden
  • Search Intent (=Suchintention) ist die konkrete Absicht hinter einer Suchanfrage (meist wesentlich genauer als Nutzerintention)

Welche Fehler sollten Sie vermeiden?

Eigene Einschätzung statt Googles Einschätzung

Google setzt beim Deuten auf künstliche Intelligenz. Hierbei können sie über Machine Learning enorme Fortschritte erzielen.

Wir als Person hingegen verlassen uns auf unser Gefühl und unsere subjektive Wahrnehmung – und egal, was wir denken / fühlen oder was wir persönlich für richtig empfinden – Google nimmt die eigenen Daten.

Suchintentionen ignorieren / umgehen

Grundsätzlich bringt es nichts, User zu gewinnen, welche anschließend nicht befriedigt werden können.

Können Sie einen Bereich wirklich nicht bedienen, so lassen Sie die Finger davon.

Haben Sie es gerne, Informationen zu erhalten, bei denen es sich später heraus stellt, dass es nur „heiße Luft“ war?

Eine statische Betrachtung

Eine Suchintention kann sich mit der Zeit auch ändern. Nehmen wir zum Beispiel das Wort „Corona“.

Bis Februar / März 2020 war das Wort ein Getränk. Hier waren die meisten Fragen „wo bekomme ich es“, „wann wird es getrunken“, etc.

Heute sind hier ganz andere Suchintentionen verknüpft.

Und so kann es auch bei jedem anderen Thema sein, dass sich die Intentionen der User verändern (z. B. bei Reisen saisonal).

Automatik einbauen

Es gibt zwar einige Tools, die Vorschläge zur Intention liefern – allerdings verlassen würde ich mich darauf nicht.

Es kommt immer auf den Zusammenhang an – nehmen Sie z. B. Fett weg. Was steckt dahinter?

  • Abnehmen
  • Fettflecken entfernen
  • Umgangssprache „Fett abbekommen“?
  • etc.

Die Tools, welche ich kenne, helfen – aber sie ersetzen nicht die eigene Arbeit. Wir selbst setzen zur Unterstützung Sistrix und Searchmetrics ein.

Fazit

Je besser Sie Ihre Zielgruppe kennen und verstehen, desto besser werden Sie Ihre Inhalte auch auf die Bedürfnisse Ihrer Kunden abstimmen. Es bringt Ihnen aber auch die schönste Webseite nichts, wenn der Inhalt Ihre Zielgruppe nicht anspricht.

Machen Sie sich Gedanken darüber, was Ihre Zielgruppe erwartet und wünscht – das ist die Grundlage für einen erfolgreichen Weg in Ihrem digitalen Marketing – egal ob SEO, Werbung, Social-Media, etc.

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