CheiRank - Definition und Anwendung

Im Bereich der Suchmaschinenoptimierung werden Cheirank-Werte für die Analyse und Bewertung eine Linkstruktur verwendet. Hierbei sollte auf ein gesundes Verhältnis geachtet werden, um gute Ergebnisse zu erzielen.

Der CheiRank (von „Chei“ = „Hand“ auf Griechisch, als Gegenstück zu „Page“) bewertet Knoten in einem Netzwerk nicht nach der Anzahl und Qualität der eingehenden Links (wie PageRank), sondern nach den ausgehenden Links. Er spiegelt im Rahmen der Onpage-Analyse die Wichtigkeit der jeweiligen Seite wieder. Die Werte können zwischen „-“ und 100 liegen. 100 bedeutet, dass die Seite eine sehr wichtige HubPage ist.

Während PageRank misst, wie „wichtig“ eine Seite ist, weil viele andere Seiten auf sie verweisen, misst CheiRank, wie „kommunikativ“ oder „einflussreich“ eine Seite ist, weil sie auf viele andere verweist.

Wie funktioniert CheiRank?

  • Der CheiRank-Algorithmus ist mathematisch ähnlich wie PageRank, aber er wird auf das invertierte Netzwerk angewendet: Die Richtung aller Kanten (Links) wird umgedreht.
  • Das bedeutet: Statt zu schauen, wie viele Links auf eine Seite zeigen, schaut CheiRank, wie viele Links von einer Seite ausgehen und wie wichtig die Zielseiten sind.

Kann ich den CheiRank berechnen oder messen?

Den CheiRank per Hand zu berechnen ist sehr umfangreich und komplex. Es ist sinnvoller, geeignete Tools wie zum Beispiel Searchmetrics, Xovi, oder Audisto etc. ein zu setzen. Diese Hilfsmittel können aufgrund der Crawldaten die jeweiligen Daten berechnen.

Wofür wird der Wert verwendet?

  • Analyse von Netzwerken: CheiRank wird genutzt, um die Struktur und Dynamik komplexer Netzwerke besser zu verstehen, z. B. im Web, in sozialen Netzwerken oder bei wissenschaftlichen Zitierungen.
  • Kombination mit PageRank: Oft werden beide Werte gemeinsam betrachtet, um sowohl die „Popularität“ (PageRank) als auch die „Kommunikationskraft“ (CheiRank) eines Knotens zu bewerten.
  • Ranking von Webseiten: Während PageRank hilft, die wichtigsten Informationsquellen zu finden, kann CheiRank helfen, die besten „Verteiler“ oder „Multiplikatoren“ von Informationen zu identifizieren.

Ein Beispiel aus dem Bereich Medizin:

Stell dir ein Netzwerk vor, in dem jede Klinik ein Knoten ist. Ein Link von Klinik A zu Klinik B bedeutet:
Klinik A überweist regelmäßig Patienten an Klinik B (z. B. für spezielle Eingriffe oder Diagnostik).

 

Was sagt dies für den CheiRank?

Kliniken, die selbst viele Überweisungen an andere Kliniken tätigen, haben einen hohen CheiRank.
Beispiel: Eine Hausarztpraxis oder ein MVZ, das Patienten gezielt an viele verschiedene Spezialkliniken überweist, ist ein „Verteiler“ im Netzwerk.

 

Welche praktischen Folgen ergeben sich aus diesem Wert?

  • Versorgungsforschung:
    Mit CheiRank kann man herausfinden, welche Kliniken oder Praxen besonders viele Patienten weiterleiten und damit eine zentrale Rolle als „Gatekeeper“ oder „Navigator“ im Gesundheitssystem spielen.

  • Netzwerkoptimierung:
    Gesundheitsnetzwerke können gezielt die Zusammenarbeit mit diesen „Verteilern“ stärken, um Versorgungslücken zu schließen.

  • Marketing & Kooperation:
    Für Kliniken ist es interessant zu wissen, welche Praxen oder Häuser besonders viele Patienten weiterleiten – diese könnten gezielt für Kooperationen angesprochen werden.

Zusammenfassung

Die Linkstruktur einer Webseite ist wichtig für den Erfolg einer Webseite. Sie muss sinnvoll gestaltet sein – allerdings muss auch das richtige Verhältnis gefunden werden.

CheiRank hilft in einem Netzwerk, die „aktiven Verteiler“ zu identifizieren – also diejenigen, die viele Verbindungen zu anderen Knoten aufbauen. Das ist besonders spannend für Netzwerkmanagement, Versorgungssteuerung und gezielte Kooperationen.

Sie haben Fragen zum CheiRank oder zu SEO?

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